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Turrican Days (LugBE-Alpentreffen) 2003

22. - 24. August, Chalet Rüeblihorn, Saanenmöser

(Einige technische Daten wie Teilnehmernamen und Anfahrtskoordinaten finden sich am Schluss dieses Artikels).

Nach einigen Vorbereitungen trafen sich Freitag gegen 14:00 Uhr einige Leute vor dem Berner Beaulieu.

Die Stimmung war zunächst komisch, denn einerseits freuten sich alle auf ein feines Wochenende, andrerseits war der Grund, warum das LugBE-Sommer-Wochenende auf der Rüeblialp "Turrican Days“" heisst, nicht gerade erfreulich.

Doch es wäre auch nicht in Turricans Sinne gewesen, wenn wir nun Trübsal geblasen hätten, und so formierten sich die Fahrgemeinschaften und wir starteten Richtung Saanenmöser.


Unterwegs holten Milosh (mein Beifahrer) und Cora (meine vierbeinige Begleiterin) noch Christof Lauber in Thun ab, deshalb fuhren wir nicht im Konvoi.

Das hatte kleine Folgen: Dank intensiven und interessanten Diskussionen machten wir einen kleinen Umweg über Gstaad, fuhren fast ganz auf den Hornberg und lernten die Hilfsbereitschaft einiger Einheimischen kennen (irgend etwas erzählen, damit die blöden Touris endlich die Strasse freigeben).

Trotz der zu Hause gelassenen Telefonnummer von Markus Jordi fanden wir die Autos und die Hütte - doch es herrschte gespenstische Stille.

Es konnten doch nicht alle mit einem Auto einkaufen gegangen sein, was war los?

Im Gemeinschaftsraum fanden wir sie, still Notebooks und Netzwerk einrichtend...

Die Einkäufer kamen schwer beladen zurück, der Apéro wurde genossen, ich konnte gewisse pyromanische Züge als Grillmaster ausleben.

Und schon bald kristallisierte sich das Motto des Wochenendes heraus: Viele ungesunde männliche Suchtmittel (Bier, Chips, grilliertes Fleisch, Computer) -und das einzige weibliche Wesen konnte nicht reklamieren, da sie vier Pfoten hat (meine Riesenschnauzerin Cora).

Das Essen war sensationell, diverse Teams hatten in der Küche feine Beilagen gezaubert (es gab neben viel Fleisch auch viel Salat), und auf der Terrasse draussen verbreitete sich Ferienstimmung.

Die GPS-Daten wurden verglichen und teilweise in das Programm "Stellarium" (der zweite Software-Hit neben Xpilot) eingegeben.

Peter begeisterte uns mit eindrücklichen Live-Bildern seines Teleskops und seinem grossen Wissen sowie den für Laien verständlichen Erklärungen.

Selbstverständlich war der extrem nahe Mars Diskussions- und Anschauungsobjekt, ein Teil der Teilnehmer bevorzugten eher Kernelkompilierungen und Xpilot-Games.

Marc vermittelte uns etliche interessante Details über die X-Box-Hacks.

Nach und nach gingen wir schlafen.


So individuell wie wir schlafen gegangen waren, so individuell wachten wir auf und so füllte sich der Frühstückstisch allmählich mit mehr oder weniger wachen Leuten.

Wir hatten am Abend zuvor zuviel Zopf gegessen, nun wurde das Brot brüderlich geteilt, Alternativen (Chips und Guezli) fanden keinen Anklang.

Bald waren die Vergifteten wieder am Xpilot, während es Diskussionen gab, Peter Gleitschirm fliegen ging, einige mit Cora spielten, etc.

Kaum sass ich im Auto und wollte Zopf und Abwaschmittel einkaufen, bekam ich einen telefonischen Hilferuf und machten einen kleinen Umweg über Spiez und Bern.

Am Abend wurde wieder grilliert (Tannenholz hält nicht lange die Glut, deshalb musste ich die Jungs von den Notebooks in die Küche scheuchen).

Cora überraschte viele Anwesenden, dass sie sogar im Gras abgestellte Teller mit Fleisch ignorierte und sich von der ganz pflegeleichten Seite zeigte.

Dank eines Missverständnisses hatten wir nun statt Brot-Mangel einen Brot-Überschuss und schlemmten hemmungslos (Stichwort: Satziki mit mehr Knoblauch als Gurke)...

Die Übertragung von DVD-Filmen auf den Beamer klappte nicht wunschgemäss, und die ganz harten Gamer gingen erst im Morgengrauen ins Bett.


Der Tag begann wieder zunächst individuell, als die Mehrheit ansprechbar war (es wurde aus meiner Sicht sehr wenig Alkohol konsumiert, diente wohl Xpilot als Ersatzdroge?), wurde vereinbart, dass wir am frühen Nachmittag noch mal grillierten und dann die Hütte räumten.

Plötzlich bekamen wir Besuch: Christoph Scheurer schaute auf einer kleinen Motorradtour herein.


Trotz eines exzessiven Grillfestes konnten wir die eingekauften Vorräte nicht vollends vernichten, ein paar Regentropfen brachten uns dazu, nun die Hütte zu räumen und zu putzen.

Mit vereinten Kräften passierte dies schnell und locker, die Essensvorräte wurden sinnvoll verschenkt (der letzte Rotwein an den Toiletten-Putzer, das letzte Fleisch an mich -"Wenn Du es nicht essen magst dann wenigstens Cora"), die Autos beladen, und plötzlich war das Wochenende beendet.

Noch schnell bezahlt: Die Hüttenmiete übernahm die LugBE, Fr. 45.- für 3 Tage gutes Essen war auch günstig, auch das stimmte perfekt.

Auf der Heimfahrt gab es noch Diskussionen, ob wir nicht mehr solcher Anlässe veranstalten wollen; das ist jedoch sehr schwierig, da hier eindeutig Qualität vor Quantität stand.


Fazit:

Ein rundum gelungenes Wochenende, sogar wenn man ohne PC teilnimmt (für mich ein relativ computerfreies Wochenende seit langem, bei dem ich trotzdem viel über Linux gelernt habe), das Berner Oberland zeigte seine schönsten Reize, Cora wurde (neben dem zweibeinigen Pinguin) zum vierbeinigen Maskottchen der LugBE (Danke dass Ihr uns so aufgenommen habt), und ich schreibe nun zum Dank und in Erinnerung an ein feines Wochenende diesen Bericht.

Christopher Geoghegan (christopher at datacomm.ch)





Teilnehmer (teilweise nur zeitweise):

Peter Ens
Marc Herren
Markus Jordi
Marcel Hanselmann
Cedric Boesiger
Patrik Schilt
Markus Tschabold
Christoph Scheurer
Milosh
Christof Lauber
Bernhard Hari
Abdelgadir Elshafie (Abdul)
Jan Buchinger
Christopher Geoghegan
Cora


Weitere Bilder gibt's im Archiv. Der Fotograf war übrigens auch diesmal wieder Patrik Schilt.


Koordinaten (damit man weniger suchen muss):

N 46º 30.669' E 7º 18.643' (WGS84)

590182 / 151103 (CH1903)

Rüeblihorn Chalet 478, Hornbergstrasse Saanenmöser (Twixroute)


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